Der Rundgang durch die Dauerausstellung beginnt im Outpost
Theater. Ausgangspunkt ist der Einmarsch der Truppen der Westmächte
am 4. Juli 1945 in ihre Berliner Besatzungssektoren. Das Großphoto
im Foyer des Gebäudes zeigt vor allem Frauen und Kinder sowie einige
ältere Männer, die im zerstörten Berlin den Einmarsch verfolgen.
Ein ähnliches Motiv findet der Besucher auch im Foyer des Bibliotheksgebäudes.
Fast genau 50 Jahre später, am 4. September 1994, verfolgt hier die
West-Berliner Bevölkerung die letzte Parade der westalliierten Truppen
auf der "Straße des 17. Juni". Damit ging die einzigartige
Geschichte der Westmächte und Berlin zu Ende. Aus den Siegern und
Besatzern von einst waren Verbündete und Freunde geworden.
Die Dauerausstellung ist chronologisch in zwei Abschnitte unterteilt,
die räumlich auf die beiden Gebäude Outpost Theater und Nicholson-Gedenkbibliothek
verteilt sind. Im "Outpost" werden die Jahre 1945 bis 1950 beleuchtet.
Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Berliner Luftbrücke 1948/49.
Die Ausstellungssequenz in der Bibliothek widmet sich der Zeit von 1951
bis 1994. Hier konzentriert sich die Präsentation auf die militärischen
Konfrontationen während des Kalten Krieges. Den Höhepunkt stellt
das restaurierte Segment aus dem berühmten Spionagetunnel dar, der
1953/54 vom amerikanischen und britischen Nachrichtendienst gebaut wurde,
um die sowjetischen Kommunikationslinien in Berlin anzuzapfen. Im Abspann
dieses Ausstellungsteils werden dann schlaglichtartig auch die Ereignisse
von der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 bis zum Abzug der Westmächte
vier Jahre später gestreift.
Das Freigelände zwischen den beiden Gebäuden präsentiert
die herausragenden Großobjekte des Museums. Sie alle verweisen auf
das Hauptproblem, mit dem sich die Westmächte von Anbeginn in Berlin
auseinandersetzen mussten: den Zugang nach Berlin. Die Stadt hatte nach
Kriegsende mitten in der sowjetischen Besatzungszone gelegen und die Zugangsrechte
waren von den späteren Siegermächten nicht klar geregelt worden.
Die erste große Krise kam im Juni 1948 mit der sowjetischen Blockade,
die von den Westmächten mit der Luftbrücke beantwortet wurde.
Im Zentrum des Freigeländes steht daher ein Flugzeug vom Typ "Hastings",
das von der Royal Air Force während der Luftbrücke eingesetzt
wurde. Dahinter befindet sich der Restaurant Waggon des französischen
Militärzuges. Täglich verkehrten zwischen den Westzonen und
Berlin Militärzüge der drei Westmächte. Sie dienten neben
der militärischen Versorgung vor allem als Frühwarnsystem für
den Fall einer erneuten Blockade. Und schließlich kann hier auch
der Besucher das weltberühmte Kontrollhäuschen vom Checkpoint
Charlie in Augenschein nehmen. Als Ausstellungsobjekt verweist es auf
die unterbrochene Freizügigkeit innerhalb der Stadt. Ergänzt
wird das Ensemble der Großobjekte durch ein "Stück"
der Berliner Mauer sowie einen Wachturm, Symbole für die militärisch
streng bewachte Sektorengrenze auf Seiten der DDR.
Alle Erläuterungen in der Ausstellung sind in den Sprachen Deutsch,
Englisch und Französisch abgefasst.
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