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True Colors.
Meditations on the American Spirit

10. September 2003 - 09. November 2003

Öl auf Leinwand, Acryl auf Papier, Tinte auf Pappe – unter dem Titel „True Colors. Meditations on the American Spirit“ hält für zwei Monate zeitgenössische Kunst im AlliiertenMuseum Einzug.

Vom 10. September bis zum 9. November 2003 werden 72 Arbeiten gezeigt, die eine Antwort amerikanischer Künstler auf die Terroranschläge des 11. September darstellen. Die Ausstellung wurde vom Meridian International Center in Washington DC organisiert und befindet sich auf internationaler Wanderschaft. Daß sie nun auch in Berlin Station macht, ist einer großzügigen Unterstützung von Boeing International Corporation und ABB zu verdanken.

Angeregt wurde die Ausstellung von Künstlern, die Augenzeugen der Terroranschläge waren: „Meditations on the American Spirit“ wurde zum Thema ausgerufen. Die Beteiligung war enorm, entsprechend schwierig die Auswahl. „True Colors“ vereinigt Künstler ganz unterschiedlichen Hintergrunds und spiegelt die Vielfalt und Multikulturalität der amerikanischen Gesellschaft wider. Künstler von internationalem Rang sind ebenso vertreten wie hierzulande erst noch zu entdeckende Namen.

Die Zwillingstürme des World Trade Center, die Flugzeugangriffe und "Ground Zero" sind Motive der Ausstellung, deren künstlerisches Spektrum jedoch darüber hinausgeht. Viele der Arbeiten sind vor dem 11. September entstanden, sie gewinnen jedoch aus diesem Blickwinkel eine neue Bedeutung. Angesicht der tiefen Erschütterung des amerikanischen Selbstverständnisses ist es der Wert dieser Ausstellung, daß über das Ereignishafte hinaus Sichtweisen der amerikanischen Identität zeigt.

Nach einer Schauspielerlesung zum 1. Jahrestag des 11. September setzt das AlliiertenMuseum mit dieser Ausstellungsübernahme seinen Beitrag zur öffentlichen Auseinandersetzung mit diesem Ereignis fort.

Zur Ausstellung gibt es einen englischsprachigen Katalog mit allen 72 Werken. Regelmäßige Führungen durch die Ausstellung sind geplant.

Robert Durham, A Lightness of Being
Robert Durham, A Lightness of Being

Carmen Einfinger, Explosion, 2001, Acrylic, felt, and stitching on canvas, 80 x 72, Courtesy of the Artist
Carmen Einfinger, Explosion, 2001, Acrylic, felt, and stitching on canvas, 80 x 72, Courtesy of the Artist

Steve Penley, Lincoln
Steve Penley, Lincoln



Vive Berlin!
Ein Ort deutsch-französischer Geschichte. 1945-2003

31. Januar 2003 - 30. Juli 2003

Anlässlich des vierzigsten Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags durch Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatspräsident Charles de Gaulle präsentiert das AlliiertenMuseum die Sonderausstellung Vive Berlin! Ein Ort deutsch-französischer Geschichte. 1945 bis 2003.

Das AlliiertenMuseum lädt zu einer Zeitreise durch Berlin als einen Ort deutsch-französischer Geschichte ein. über die Jahrhunderte haben Franzosen die Stadt geprägt. Die deutsch-französischen Begegnungen in Berlin waren mal spannungsreich wie zur Zeit der Besetzung der Stadt durch napoleonische Truppen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, mal freundschaftlich wie zur Zeit der Ansiedlung der französischen Hugenotten im 17. Jahrhundert. Mit der Ankunft der französischen Besatzungsmacht im Jahr 1945 beginnt ein neues Kapitel der deutsch-französischen Geschichte in der Stadt. Die Ausstellung stellt die durchaus eigenständige Besatzungspolitik der Franzosen am Beispiel ihrer Demokratisierungs- und Wirtschaftspolitik in Berlin dar und tritt so der Vorstellung entgegen, dass Frankreich stets nur der "Juniorpartner der Großen Drei" gewesen sei. Das französische Engagement in und für Berlin wird auch während der Viermächte-Verhandlungen über den Status von Berlin im Jahre 1971 deutlich. Denn es waren vor allem die Franzosen, die sich für den Erhalt der Vier-Mächte-Verwaltung der Stadt einsetzten. Dank der Unterstützung der französischen Regierung und mit Zustimmung der Regierungen von Großbritannien, Rußland und den USA kann das Original des Vertragstextes in der Ausstellung präsentiert werden. Persönliche Zeitzeugnisse veranschaulichen die zahlreichen deutsch-französischen Begegnungen im kulturellen und sportlichen Bereich, die von der französischen Seite gefördert wurden: der Deutsch-französische Chor oder der 25-km-Lauf von Berlin. Besondere Beachtung verdient das in diesem Zusammenhang im Jahre 1984 in Ost-Berlin eröffnete Centre culturel français. Es blieb das einzige Kulturzentrum eines westlichen Landes in der ehemaligen DDR. Seine vielfältigen, kulturellen Veranstaltungen werden durch Fotos, Plakate und Programme dokumentiert.

Auch nach dem Abzug der Westmächte aus Berlin 1994 bestand das Interesse Frankreichs an Berlin fort. Französische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Privatpersonen ließen sich in der Stadt nieder und beteiligten sich so an der wirtschaftlichen und kulturellen Neugestaltung der Hauptstadt der Bundesrepublik. Zahlreiche Objekte und Fotos, darunter das Modell des Love-Parade-Wagens aus dem Jahre 2002 des Deutsch-Französischen Jugendwerkes, veranschaulichen die heutigen Facetten der Beziehungen zwischen Frankreich und Berlin.

Die Schirmherrschaft der Ausstellung wurde von den Koordinatoren der deutschen und französischen Regierung, Rudolf von Thadden und André Bord, übernommen. An den Arbeiten zur Ausstellungskonzeption beteiligen sich Professor Etienne François von der Technischen Universität Berlin, Professor Rainer Hudemann von der Universität des Saarlandes, Professor Bernhard Kroener von der Universität Potsdam, Dr. Lieselotte Kugler, Leiterin des Technischen Museums Berlin und Dr. Anne-Marie LeGloannec vom Centre Marc Bloch.

Begleitend zur Ausstellung erscheint die Nr. 7 des Museumsmagazins, das Beiträge bekannter Zeitzeugen und Experten zur deutsch-französischen Geschichte enthält. Wie üblich erscheint das Museumsmagazin in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch.

Im Rahmen der Langen Nacht der Museen veranstaltet das AlliiertenMuseum zusammen mit dem Institut Français de Berlin eine französische Nacht. Weitere Veranstaltungen sind mit der Saarländischen Landesvertretung und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk geplant.

Vom 31. Januar bis 31. Juli 2003 ist die Ausstellung täglich, außer mittwochs, von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Fragen sind zu richten an die Kuratorin der Ausstellung, Frau Uta Birkemeyer.

Das AlliiertenMuseum dankt für finanzielle Unterstützung

ASKO-EUROPA-Stiftung, Saarbrücken
Auswärtiges Amt, Berlin
Commission des Affaires culturelles du Sénat, Paris
Evangelisch-reformierte Bethlehemsgemeinde, Berlin
Evangelisch-reformierte Schloßkirchengemeinde, Berlin
Französische Kirche zu Berlin
Hundert,6 DAS SUPER RADIO, Berlin
Sonepar Deutschland GmbH, Dü:sseldorf



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