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Dienstag, 24. Januar 2012, 19:00 Uhr
West-Berlin nach dem Mauerbau:
Wo sich Gott und die Welt traf
Lesung und Diskussion mit Jenny Schon, Manfred Scharrer, Beppo Pohlmann und Hanno Hochmuth
Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung "Wie ein Pulverfass! Berlin-Krise und Mauerbau"
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in Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der
Starick Buchhandlung, Breite Straße 35/36, 14199 Berlin-Schmargendorf
Jenny Schon gehörte zu den ersten auswärtigen Arbeitskräften, um die West-Berlin nach dem Mauerbau kräftig buhlte. Die "eingemauerte" Teilstadt brauchte junge, ausgebildete Leute, um wirtschaftlich zu überleben. Jenny Schon kam 1961 als Steuerfachfrau aus dem Rheinland, studierte später und wurde Autorin. In einem lesenswerten Band hat Frau Schon eigene Stücke und Gedichte sowie Texte von Zeitgenossen versammelt, die ebenfalls diesem Lockruf folgten: Westdeutsche in Aufbruchstimmung, in denen man die "Vorhut" der vielen jungen Männer sehen kann, die West-Berlin zu ihrem Wohnsitz machten, um dem Wehrdienst zu entgehen.
"Typische" West-Berliner Lebensläufe? Jenny Schon, Manfred Scharrer und Beppo Pohlmann trugen jedenfalls mit ihren Biographien zu dem speziellen West-Berliner "Lebensgefühl" bei, für das sich inzwischen die zeitgeschichtliche Forschung interessiert. Bei Beppo Pohlmann fand es seinen Ausdruck im Schlager von den "Kreuzberger Nächten", den er 1978 als Mitglied der Gebrüder Blattschuß schrieb. Beppo Pohlmann bringt zur Veranstaltung seine Gitarre mit.
Mit den drei Autoren diskutiert Hanno Hochmuth. Er ist Historiker am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und arbeitet an einer "Gesellschaftsgeschichte Berlins im 20. Jahrhundert".
Der Abend wird moderiert von Dr. Gundula Bavendamm, der Direktorin des AlliiertenMuseums.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Sonderausstellung ist vor der Veranstaltung geöffnet.
Die Starick Buchhandlung ist mit einem Büchertisch präsent.
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